![]() |
![]() |
|
2. Innenraum der Kirche
|
| Der Unnaer Künstler Baron schuf Altar, Tabernakel, Ambo und Taufbecken – alle- samt aus Anröchter Dolomitstein. Die Tabernakelstele zeigt das Motiv des brennenden Dornbuschs (Ex 3, 2).
Die Bronzeabdeckeung der Taufmulde stellt Jonas dar, der dem Walfisch entsteigt. Der vom Wal verschlungene Jonas gilt typologisch als Vorbild der Grablegung Christi, seine Rettung aus dessen Magen als das der Auferstehung. Von Baron stammen auch der Osterleuchter, sowie die vier großen Altarleuchter und die Ewig-Licht-Leuchte in Bronzeguß.
Der Priestersitz an der Chorwand ist wie das übrige Mobilar und der Beichtstuhl aus grau gebeiztem Eichenholz in einfachen Formen gefertigt. Die Kirchenbänke bestehen aus Stahlgestellen mit aufgelegten Bohlen aus Brasilkiefer. |
![]() |
Altarkreuz Von den schlicht gehaltenen weißen Wänden, die im Chorabschluß ihren höchsten Punkt erreichen, hebt sich über dem Altar ein in Holz und Bronze gearbeitetes Hängekreuz mit der Darstellung Christi als triumphieren- des Opferlamm ab. In den Kreuzenden erscheinen die Symbole der vier Evangelisten: oben der Adler für Johan- nes, unten der Engel für Matthäus, links der Opferstier für Lukas und rechts der Löwe für Markus. Auf der Rückseite des Kreuzes ist der leidende Christus zu sehen, darüber die Kreuzinschrift INRI (Jesus von Nazareth – König der Juden). |
![]() |
![]() |
Osterleuchter Der bronzene Osterleuchter stellt mit sechzehn Blättern den Lebensbaum dar. Die zwölf Lapis-Steine symbolisieren das alt- und neutesta- mentliche Bundesvolk. Nach oben hin schmücken acht Bergkristalle den Leuchter wie eine Krone. |
Marienfigur Die Marienfigur stammt aus der Christuskirche von 1936. Maria hält ihren Sohn empor, der einen Plamzweig als Siegeszeichen in der rechten Hand hält. Die Lindenholz geschnitzte Statue aus Oberammergau wurde 1993 restauriert und farbig lasiert. |
![]() |
![]() |
Herz-Jesu-Figur Die Herz-Jesu-Figur ist auch eine Oberammergauer Schnitzarbeit im Stile des 19. Jahrhunderts. Sie wurde ebenfalls 1993 restauriert und farbig lasiert. |
Apostelleuchter Die 12 Apostelleuchter umgeben den ganzen Kirchenraum. Sie stehen sinnbildlich für die Apostel als Säulen der Kirche.
Zur weiteren Kirchenausstattung zählen 14 Kreuzwegmedaillons aus dem Jahre 1939, die der Aachener Domgoldschmied Witte in Treibarbeit kunstvoll gestaltet hat. Sie wurden 1992 von den Gebrüdern Winkelmann restauriert. |
Martinsrelief Der Bildhauer Christoph Winkelmann aus Möhnesee-Günne schnitzte 1991 das über dem Grundstein hängende Eichenrelief, das Szenen aus dem Leben des hl. Martin von Tours, des Patrons und Schutzherrn unserer Kirche und Gemeinde darstellt. Das Relief wurde in Form eines Kreuzes gestaltet und zeigt die Geschichte des hl. Martin von der Mantelteilung vor dem Stadttor von Amiens, sein zurückgezogenes Leben in der Einsiedelei bis hin zu seiner Wahl als Bi- schof von Tours. |
![]() |
Grundstein Der Grundstein unter dem Relief bezieht sich mit seiner Inschrift „Liebe teilt“ auf die barmherzige Tat des hl. Martin vor dem Stadttor von Amiens.
Die großen, wabenförmigen Verglasungen der Westwand und die farbigen Querhausfenster fertigte die Glaserei Otto Peters aus Paderborn nach Entwürfen des Künstlers Wilhelm Buschulte aus Unna an. Buschulte griff auf die christliche Typologie zurück und gestaltete die biblischen Szenen in moderner Abstraktion. Die Heilsgeschichte Gottes ist in folgenden Glasmalereien festgehalten: |
![]() |
Die Fenster auf der Beichtstuhlseite stellen folgende Szenen dar:
Abendmahl; Verleugnung durch Petrus, Verspottung Jesu und Kreuzigung; Drei Frauen am Grab. |
| Das Fenster an der Sakristeiseite zeigt folgende Szenen:
Kain erschlägt seinen Bruder Abel; |
|
Abendmahl
![]() Jesus bildet die Mitte der zwölf Apostel, zugleich aber ist er unter ihnen, eingereiht in den Kreis, formt als das entscheidende Glied der Kette die Apostel zu einer Einheit zusammen. Er ist über ihnen, unter ihnen, zwischen ihnen und mit ihnen zugleich. Er zieht sie an sich und bleibt ihnen zugleich entzogen. Das macht sein Geheimnis aus. Fast scheint es auch, als wolle Christus heraustreten aus dem Kreis. Er sagt: "Im eucharistischen Mahl, in Brot und Wein, bin ich weiter bei euch, auch wenn ich nicht mehr menschlich anwesend bin." So verheißt dieses Bild dem Betrachter. Es nimmt ihn gleichsam mit in die Jesus-Runde hinein, läßt ihn in seiner Vorstellung Teil dieser Gemeinschaft werden.
Auch die Apostel sind, bis auf den schielenden Blick des Petrus und den geneigten Kopf des Lieblingsjüngers, seltsamerweise nicht auf Jesus hin ausgerichtet. Die eucharistische Gemeinschaft mit Jesus ist kein exklusives Geschehen, sie soll sich einladend öffnen für alle, die des Weges kommen. Eine fast unordentliche dynamische Vielfalt fügt sich doch harmonisch zu einer Art Jünger-Puzzle zusammen.
|
|||
Orgel 1977 wurde die alte Orgel aus den sechziger Jahren durch eine größere ersetzt, die – aus- gestattet mit 24 Registern auf zwei Manualen und Pedal – die Weite des Kirchenraumes mit ihrem Klang erfüllt. Es handelt sich hierbei um eine mechanisch gesteuerte Schleifladenorgel mit elektrischer Registratur, ein Werk des Orgelbaumeisters Siegfried Sauer aus Höxter-Ottbergen. ![]() |
|||
Glocken Im freistehenden Glockenturm hängen fünf Bronzeglocken, die ein klangvolles Geläut ergeben:
![]() |