Katholische Kirchengemeinde St.Martin / Blomberg

 

Ökumene

Bei der Klärung des Wortes „Ökumene“ sind zwei unterschiedliche Bedeutungsebenen zu unterscheiden:
Der ursprüngliche griechische Wortsinn von „Ökumene“ ist: „die bewohnte Erde“. In der biblischen Sprache des Neuen Testamentes kommt der Ausdruck zwar auch im profanen Sinn vor, aber es ist speziell auf die heilsgeschichtlich – apokalyptische Bedeutung hinzuweisen: „die kommende Welt“

Von dem ursprünglichen Wortsinn und seiner biblischen Verwendung ist der heutige Sprachgebrauch des Wortes „Ökumene“ zu unterscheiden. In der heutigen Bedeutung von „Ökumene“ ist die Rede von der „einen Kirche Jesu Christi“ angesprochen.

Aus der Sicht der christlichen Minderheit beschrieben heißt das u.a.:

  • Der Impuls zum ökumenischen Dialog, die Initiative für ökumenische Aktivitäten muß immer von der jeweiligen Mehrheit ausgehen. Wenn diese kein Interesse hat, geht nichts. Das heißt natürlich nicht, daß die Minderheit nicht jede Gelegenheit zu vertrauensbildenden und –fördernden Maßnahmen ergreifen sollte.
  • Das ökumenische Klima ist weithin von den leitenden Personen einer Gemeinde abhängig.
  • Die Einstellung der Mehrheit konkretisiert und manifestiert sich überall dort, wo die Minderheit auf brüderliches und schwesterliches Entgegenkommen und menschliches Wohlwollen angewiesen ist.

Ökumenische Gottesdienste sind wichtige Elemente einer gelebten Ökumene, aber sie sind nicht alles. Mit ihnen steht und fällt nicht die Ökumene vor Ort. Erst wo man sich in positiver Grundeinstellung und mit Interesse begegnet, wo man sich gegenseitig informiert, sich gegenseitig am Gemeindeleben, aber auch an den Sorgen und Nöten teilhaben läßt, wo man den Dialog sucht, wird echte Ökumene möglich.


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